Bilder unserer gemeinsamen Veranstaltungen
1.-3. Mai 2025
Bundestreffen in Polen
Rückblick: Das Bundesfest 2026 in Oświęcim – Begegnung, Gebet und geschichtliche Verantwortung
Vom 17. bis 19. April 2026 versammelte sich der Bund freier katholischer Gemeinden im polnischen Oświęcim zum Jahrestreffen. In einer Zeit der intensiven spirituellen Erlebnisse – von der tiefen Frömmigkeit polnischer Heiligtümer bis zur schmerzlichen Konfrontation mit der Geschichte – wurde das Treffen zu einer Quelle der Stärkung für die kommenden Aufgaben unserer Gemeinschaft.
Vertrauen in das Wenige: Die Eröffnungsmesse
Den Auftakt zum Bundesfest bildete am Samstag die Eröffnungsmesse, geleitet von +Karl-‚Michael (Vorstand). In seiner Predigt zum Evangelium der Speisung der Fünftausend (Joh 6,1–15) legte er den Fokus auf das Wesentliche: das Vertrauen.
„Eine große Menge, wenig Brot, wenig Fisch – und doch geht niemand leer aus“, so +Karl-Michael. Er betonte, dass der Unterschied nicht in der Quantität liege, sondern in der Bereitschaft zu teilen. Inspiriert durch die lebendige Volksfrömmigkeit, die er in den vergangenen Tagen in Polen erleben durfte, sprach er den Bund direkt an: Auch unsere Mittel seien begrenzt, doch wenn wir als Gemeinschaft zusammenstehen und Gott Raum geben, kann aus dem Wenigen etwas entstehen, das weit über unsere Erwartungen hinausgeht.
Auf den Spuren der Heiligen: Kalwaria Zebrzydowska
Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war die Pilgerreise zum Heiligtum von Kalwaria Zebrzydowska. Die im 17. Jahrhundert gegründete Anlage, die in ihrer Topografie bewusst an das heilige Jerusalem erinnert, ist ein Ort spiritueller Dichte. Besonders berührend war die Erinnerung an Papst Johannes Paul II., der tief mit diesem Ort verbunden war und ihn als seine „geistliche Mutter“ bezeichnete.
Die Teilnehmenden konnten beim Wandern auf dem Passionsweg (Droga Münd Pańskiej) und dem Marienweg (Droga Matki Bożej) persönliche Momente der inneren Sammlung erleben. Während die über 30 Kapellen des Passionswegs zur Konfrontation mit dem eigenen Leid und zur Hoffnung auf Auferstehung einladen, bietet der Marienweg einen Ort des Trostes und der Treue.
Ebenso ehrfurchtsvoll besuchten alle den Geburtsort von Johannes Paul II., um die Wurzeln dieses großen Zeugen unseres Glaubens zu ehren.
Gemeinschaft und Gnade: Die Chrisammesse
In der Hauskapelle von +Dawid feierte die Gemeinschaft am Samstagnachmittag die Chrisammesse. In seiner Predigt hob +Dawid hervor, dass die Verwendung der Heiligen Öle ein Symbol für den Zusammenhalt unserer Kirche ist: Priester und Diakone nutzen dieselben Öle, die in einer feierlichen Liturgie geweiht wurden – ein sichtbares Zeichen unserer Einheit.
Im Anschluss an die Messe fand die Krankensalbung statt. In diesem Sakrament wurde für alle Teilnehmenden spürbar, dass wir als Menschen gleichermaßen auf die Gnade Gottes angewiesen sind. Ein herzlicher Dank gilt den Eltern von +Dawid, die mit ihrer Gastfreundschaft und der Sorge um das leibliche Wohl der Gemeinschaft maßgeblich zum Gelingen dieser Tage beigetragen haben.
Konfrontation und Auftrag: Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz I
Ein schwerer, aber notwendiger Teil des Treffens war der gemeinsame Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz I. Es war kein Besuch eines bloßen Museums, sondern eine erschütternde Konfrontation mit den Abgründen menschlicher Grausamkeit. An der sogenannten „Todesmauer“ sprach +Karl-Michael ein berührendes Gebet.
Die Begegnung mit diesem Ort hinterließ bei allen Teilnehmenden einen tiefen Eindruck und einen unausgesprochenen, aber gemeinsamen Auftrag: den Frieden aktiv zu stiften und jeder Form von Ausgrenzung und Hass entgegenzutreten. Die Geschichte darf sich hier nicht wiederholen.
Ein Ende mit Dankbarkeit
Nach einem reichhaltigen Abendessen, das die Gemeinschaft noch einmal in geselliger Runde zusammenbrachte, traten die Besucher am Sonntag die Heimreise an.
Wir kehren zurück in unsere Gemeinden mit einem dankbaren Herzen und einer tiefen Verbundenheit untereinander. Die Eindrücke aus Polen – die Kraft der Gebete, die Schönheit der Landschaft und die Schwere der Geschichte – werden uns als Inspiration und Mahnung im Alltag begleiten.
© KM - Bund freier katholischer Gemeinden
8.11.2025
Diakonenweihe von P. Paulus Rabe
Am 8. November 2025 durfte die Matthiaskapelle in Kobern-Gondorf Zeugin eines besonderen geistlichen Ereignisses werden.
Unter der festlichen Orgelbegleitung wurde einem P. Paulus Rabe die Diakonenweihe gespendet. Fünf Zelebranten legten ihm die Hände auf, angeführt von Erzbischof Karl-Michael, und machten so die Gemeinschaft des Glaubens sichtbar.
Nach der Weihe zog die Gesellschaft weiter nach Nassau. Dort öffnete Pater Paulus den Rittersaal für ein festliches Mahl, das Burgkoch Tobias Konrädi mit seiner "Mannschaft" meisterhaft ausrichtete – ein Zeichen der Gastfreundschaft und Freude über den neuen Dienst in der Kirche.
Am folgenden Morgen versammelte sich die Festgemeinde in der überfüllten Ratskapelle zu den Laudes. In dieser dichten Atmosphäre hielt Pater Paulus seine erste Predigt – ein geistlicher Auftakt, der die Feierlichkeiten würdig abrundete.
Text: P.Philipp Tropf , v.d. R. bearb.
1.-3. Mai 2025
Bundestreffen in Winterswijk
Vom 1. bis zum 3. Mai fand in Winterswijk das jährliche Bundestreffen statt.
Vom 1. bis zum 3. Mai fand in dem malerischen Grenzstädtchen Winterswijk das jährliche Bundestreffen des Bundes freier katholischer Gemeinden statt. In dieser charmanten Umgebung versammelten sich Gemeindemitglieder, Ordensleute, Priester und Bischöfe, um gemeinsam Erfahrungen auszutauschen und die Gemeinschaft zu stärken. Besonders zu erwähnen ist der Empfang von Erzbischof Matthias Johannes, der die Teilnehmer herzlich willkommen hieß.
Ein Highlight des Treffens war der Besuch von Bischof Brian aus der anglikanischen Gemeinschaft, der mit seiner Anwesenheit das interkonfessionelle Gespräch bereicherte. Durch eine Vielzahl von Gottesdiensten und Predigten wurde nicht nur der spirituelle Austausch gefördert, sondern auch die Verbundenheit innerhalb des Bundes vertieft. Die Teilnehmer hatten zudem die Gelegenheit, in geselligem Beisammensein Erinnerungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Im Rahmen des Treffens tagte auch das Kapitel des Bundes. Hierbei wurde unter anderem die überarbeitete Präambel verabschiedet, die den zukünftigen Kurs und die Werte des Bundes weiter festigt. Diese Neuerungen wurden mit einhelliger Zustimmung aufgenommen und zeugen von einer lebendigen und anpassungsfähigen Gemeinschaft.
Das nächste Bundestreffen wurde bereits für April 2026 in Polen angesetzt, wozu Erzbischof Dawid Waliczek eingeladen hat. Es verspricht, ein weiteres bedeutsames Ereignis zu werden, das die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Mitgliedern weiter fördert.
Insgesamt war das diesjährige Treffen in Winterswijk ein voller Erfolg und hinterlässt bei allen Teilnehmenden ein Gefühl der Hoffnung und des gemeinsamen Glaubens.
2. Februar 2025
Firmung in Esselbach
Thomastag und Firmung im Spesssart
Lohr am Main. Mit großer Freude konnte die Freie katholische Gemeinde „Vom guten Hirten“ den Präses des Bundes freier katholischer Gemeinden, Erzbischof Karl-Michael Soemer aus Hövelhof bei Paderborn, im Spessart begrüßen. Bereits am Samstag, den 1. Februar, war Erzbischof Soemer in den Spessart gekommen, um mit dem Freien katholischen Orden „Vom guten Hirten“ die Andacht zum Gedenktag des Heiligen Thomas von Aquin in der Kapelle des Aloysianums in Lohr zu feiern. Abends saß er mit den Geistlichen der Gemeinschaft, Philipp Tropf und Dietholf Maria Schröder, sowie der Ordensfamilie zusammen und stand zu Gesprächen und persönlicher Begegnung zur Verfügung.
Am Sonntagmorgen spendete Erzbischof Soemer im Rahmen des Gemeindegottesdienstes in der Naturkapelle „Am Trauberg“ in Esselbach zwei Menschen die Erwachsenenfirmung und predigte zum Ende der Weihnachtszeit am Fest Maria Lichtmess. Im Anschluss an den gut besuchten Gottesdienst teilte der Erzbischof noch den traditionellen Blasiussegen mit gekreuzten Kerzen aus.
August 2024
Patronats- und Bundesfest in Paderborn
Bewegendes Bundes-Wochenenende in Ostwestfalen
Am Wochenende des 24. und 25. Augusts beging der Bund freier katholischer Gemeinden sein Bundesfest in Paderborn. Die Feierlichkeiten boten eine Mischung aus religiösen Zeremonien, kulturellen Erkundungen und gemeinschaftlichem Beisammensein.
Samstag: Patronatsfest und Niedere Weihen
Am Samstag stand das außerordentliche Patronatsfest der Gemeinschaft und der Gemeinde St. Nikolaus im Mittelpunkt. In der Hl. Messe, die an diesem Tag gefeiert wurde, empfing einer der Kandidaten für den geistlichen Dienst die niedere Weihen. Diese feierliche Handlung wurde von Erzbischof Matthias Johannes aus Winterswijk, Niederlande, und Erzbischof Karl-Michael aus Hövelhof durchgeführt. Im Anschluss daran nutzten einige Interessierte die Gelegenheit, den Paderborner Dom und seine Umgebung zu erkunden und sich mit der historischen Bedeutung dieses Ortes vertraut zu machen.
Sonntag: Festgottesdienst und Predigt
Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst zu Ehren des Hl. Augustinus. Propst Dr. Philipp Tropf widmete seine Predigt den Aspekten aus dem Leben des Hl. Augustinus und brachte den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern dessen Lehren näher. Diese Predigt inspirierte viele, über die Bedeutung von Augustinus' Gedankenwelt nachzudenken und sie auf ihr eigenes Leben anzuwenden.
Abschluss mit einem Ausflug
Das Wochenende fand seinen Abschluss mit einem Ausflug zu den beeindruckenden Externsteinen. Diese markante Felsformation bot den Teilnehmern nicht nur eine Gelegenheit zum Staunen über die Natur, sondern auch zum Nachdenken und zur Entspannung nach einem ereignisreichen Wochenende. Es war ein gelungenes Fest, das die Gemeinschaft stärkte und den Glauben vertiefte.
Pfingsten 2024:
Priesterweihe und Primiz von Pater Dietholf Maria Schröder OPB im Spessart
Einzige Priesterweihe im Frankenland in Unterbessenbach bei Aschaffenburg
Diakon P. Dietholf Maria Schröder OPB zum Priester geweiht
Unterbessenbach. Am Pfingstsonntag ist in der Kirche Vom guten Hirten in Unterbessenbach bei Aschaffenburg Diakon P. Dietholf Maria Schröder OPB aus Eußenheim von Erzbischof Karl-Michael Soemer zum Priester geweiht worden. Seine Primiz zelebrierte Schröder am Pfingstmontag ebenfalls in Unterbessenbach. Mit dabei waren die Bischöfe Matthias Johannes Roenhorst (Niederlande) und Bischof Dawid Waliczek (Polen), Priester im Bund freier katholischer Gemeinden, alle geistlichen und weltlichen Angehörigen des Ritterordens Vom guten Hirten, die Zweite Bürgermeisterin von Karlstadt Martha Bolkart-Mühlrath, der Erste Bürgermeister von Eußenheim Achim Höfling sowie zahlreiche Gemeindemitglieder, Familienangehörige und Freunde des Primizianten. Für eine besondere Überraschung sorgte die Fahnenabordnung der Kolpingfamilie Retzstadt, die Schröder vor 40 Jahren mitgegründet hatte und deren Mitglied er bis heute ist.
Beim anschließenden Empfang auf dem Klingerhof mit Panoramablick über den Spessart würdigten die Vertreter der Kommunalpolitik, von Vereinen, des Orden und der Familie Schröder die Verdienste des Neupriesters um Stadt und Gemeinde, um den spirituellen Kraftort seines Ordens und seine integrative Rolle in Familie und Freundschaft. Dabei wurden insbesondere seine Stärken von Herzlichkeit und Loyalität herausgestellt.
Auf die Weihe wurde der Eußenheimer theologisch im ordenseigen Studienhaus des Ritterordens Vom guten Hirten vorbereitet, dem der promovierte Priester Dr. theol. Phillipp Tropf vorsteht. Dieser ist zugleich der geistliche Obere des Ordens und hielt auch die Primizpredigt.
P. Dietholf Maria empfing die Weihe auf den Titel des Ordens, der dem Bund freier katholischer Gemeinden angehört. Wie Philipp Tropf bezeichnet er sich nun als „Priester ohne Kirche“ – wohl aber als Ordenspriester. Seinen pastoralen Schwerpunkt sieht P. Dietholf Maria in der Trauerbegleitung. Diesen verwirklicht er bereits seit vielen Jahren als Betreiber des fürstlich-löwensteinschen Waldfriedhofs in Esselbach.
Schröder dürfte in diesem Jahr der einzige christliche Priester katholischer Ausprägung sein, der zwischen Aschaffenburg und Bamberg geweiht wird, nachdem die Bistümer Würzburg und Bamberg keine Weihekandidaten haben (vgl. Erstmals seit 80 Jahren keine Priesterweihe in Franken-Bistümern - katholisch.de).
(P. Dr. theol. Philipp Tropf OPB)